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27.03.2017
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Allgemeine Geschichte

Zeittafel - Geschichte

um 1800   Grundlegende Herausforderung der alten politischen und gesellschaftlichen Ordnung Mitteleuropas durch die Französische Revolution.
1803 25. 2. Reichsdeputationshauptschluß, Säkularisation aller geistlichen Fürstentümer.
1806 11. 7. Gründung des Rheinbundes.
  6. 8. Niederlegung der deutschen Kaiserkrone durch Franz II.
  14. 10. Doppelschlacht bei Jena und Auerstedt.
1807 7. 7. Friede von Tilsit zwischen Frankreich und Preußen.
  30. 9. Freiherr vom Stein leitender Minister in Preußen, Beginn der Reformzeit.
1809 12. 10. Metternich leitender Minister in Österreich.
1813 28. 2. Preußisch-russisches Militärbündnis von Kalisch.
  16. 19. 10. Völkerschlacht bei Leipzig.
1814 30. 3. Einzug der verbündeten Truppen in Paris, Verbannung Napoleons nach Elba.
  18. 9. Eröffnung des Wiener Kongresses.
1815 1. 3. Landung Napoleons in Frankreich.
  8. 6. Verabschiedung der Bundesakte, Gründung des Deutschen Bundes.
  18. 6. Niederlage Napoleons bei Waterloo, Verbannung nach St. Helena.
  26. 9. Stiftung der Heiligen Allianz zwischen Rußland, Preußen und Österreich.
1816 6. 11. Eröffnung der Bundesversammlung in Frankfurt am Main.
1817 18. 10. Wartburgfest der Deutschen Burschenschaften.
1818/1820   Moderne Verfassungen in Bayern, Baden, Württemberg und Hessen-Darmstadt.
1819 23. 3. Ermordung des konservativen Schriftstellers von Kotzebue durch den Studenten Sand.
  6. 31. 8. Karlsbader Konferenz, Unterdrückung der liberalen und nationalen Bewegung.
1820 24. 5. Verabschiedung der Wiener Schlußakte, Ergänzung der Bundesakte von 1815.
1830 27. 29. 7. Julirevolution in Frankreich, Übergreifen der Unruhen auf Braunschweig, Hannover, Kurhessen und Sachsen.
1832 27. 30. 5. Hambacher Fest.
1833 4. 4. Erstürmung der Frankfurter Hauptwache durch Studenten und Bürger.
1834 1. 1. Inkrafttreten des Vertrages über den Deutschen Zollverein.
1835 7. 12. Inbetriebnahme der ersten deutschen Eisenbahn zwischen Nürnberg und Fürth.
1837 1. 11. Aufhebung des Staatsgrundgesetzes in Hannover, Protest und Amtsenthebung von sieben Göttinger Professoren.
1844 Juni Aufstand der schlesischen Weber.
1847 3. 2. Einberufung des Vereinigten Landtages in Preußen.
  Juni Gründung des Bundes der Kommunisten in London unter Führung von Karl Marx und Friedrich Engels.
  12. 9. Versammlung süddeutscher Demokraten in Offenburg.
  10.10. Treffen gemäßigter west- und süddeutscher Liberaler in Heppenheim.
1848 22. 24. 2. Revolutionäre Unruhen in Paris, Abdankung von König Louis Philippe.
  27. 2. Eine Mannheimer Volksversammlung formuliert die sogenannten Märzforderungen.
  7. 3. Erste revolutionäre Versammlungen in Berlin.
  13. 15. 3. Aufstand in Wien, Rücktritt Metternichs.
  18. 3. Unruhen und Straßenkämpfe in Berlin.
  21. 3. Proklamation König Friedrich Wilhelms IV. von Preußen: "An mein Volk und an die deutsche Nation".
  29. 3. Berufung des liberalen Ministeriums Camphausen-Hansemann in Preußen.
  31. 3. 3. 4. Tagung des Vorparlaments in der Frankfurter Paulskirche, Beschluß über die Einberufung einer deutschen Nationalversammlung.
  12. 4. Beginn der republikanischen Erhebung in Baden unter Führung von Hecker und Struve.
  15. 5. Ein zweiter Aufstand in Wien erzwingt die Einberufung eines Reichstages.
  18. 5. Zusammentritt der deutschen Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche.
  29. 6. Schaffung einer provisorischen Zentralgewalt, Wahl von Erzherzog Johann von Österreich zum Reichsverweser.
  26. 8. 16. 9. Auf Druck der Großmächte schließt Preußen im Konflikt mit Dänemark um Schleswig-Holstein den Waffenstillstand von Malmö, der von der Frankfurter Nationalversammlung zunächst abgelehnt wird, schließlich jedoch angenommen werden muß.
  6./7. 10. Dritter Aufstand in Wien.
  31. 10. Rückeroberung Wiens durch kaiserliche Truppen.
  2. 11. Berufung des konservativen Ministeriums Brandenburg in Preußen.
  21. 11. Fürst zu Schwarzenberg tritt an die Spitze des kaiserlichen Ministeriums in der Habsburger-Monarchie.
  2. 12. Abdankung des österr. Kaisers Ferdinand I., Thronbesteigung seines Neffen Franz Joseph I.
  5. 12. Auflösung der preußischen Nationalversammlung, Oktroyierung einer Verfassung.
  21. 12. Verabschiedung des Gesetzes über die Grundrechte des deutschen Volkes durch die Frankfurter Nationalversammlung.
1849 4. 3. Auflösung des österreichischen Reichstages, Oktroyierung einer Verfassung.
1849 27./28. 3. Annahme der deutschen Reichsverfassung in der Frankfurter Paulskirche, Wahl von Friedrich Wilhelm IV. von Preußen zum deutschen Kaiser.
  28. 4. Ablehnung der deutschen Kaiserkrone durch den preußischen König.
  Mai Juli Reichsverfassungskampagne, Aufstände in Sachsen, Breslau und Baden werden blutig niedergeschlagen.
  26. 5. Dreikönigsbündnis zwischen Preußen, Sachsen und Hannover, Verabschiedung der sog. Erfurter Reichsverfassung auf der Basis der preußischen Unionspolitik.
  6.-18. 6. Tagung des Rumpfparlaments in Stuttgart.
  20. 12. Rücktritt des Reichsverwesers Erzherzog Johann.
1850 31. 1. Inkrafttreten der oktroyierten preußischen Verfassung.
  1. 9. Wiedereröffnung des Frankfurter Bundestages.
  29. 11. Vertrag von Olmütz: Ende der preußischen Unionspolitik.
1854/1856   Krimkrieg zwischen England, Frankreich und Rußland, Neutralität Österreichs und Preußens.
1858 7. 10. Wilhelm (I.) von Preußen übernimmt die Regentschaft für seinen geisteskranken Bruder Friedrich Wilhelm IV., Beginn der "Neuen Ära".
1859 3. 5. 11. 7. Krieg Piemonts und Frankreichs gegen Österreich.
  16. 9. Gründung des Deutschen Nationalvereins als Organisation der Anhänger eines kleindeutschen Nationalstaats unter preußischer Führung.
1861 2. 1. Tod Friedrich Wilhelms IV. von Preußen, Thronbesteigung Wilhelms I.
  26. 2. Patent über die Verfassung der österreichischen Monarchie.
1861 6. 6. Gründung der Deutschen Fortschrittspartei.
1862 29. 3. Abschluß des preußisch-französischen Handelsvertrages.
  24. 9. Berufung Bismarcks zum preußischen Ministerpräsidenten, Verschärfung des Verfassungskonflikts um die Heeresreform.
  28. 10. Gründung des deutschen Reformvereins als Organisation der Befürworter einer großdeutschen Nationalstaatslösung.
1863 23. 5. Gründung des Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins in Leipzig unter Führung Ferdinand Lassalles.
  16. 8. 1. 9. Frankfurter Fürstentag.
1864   Preußisch-österreichischer Krieg gegen Dänemark um Schleswig-Holstein.
1865 14. 8. Vertrag von Gastein zwischen Preußen und Österreich über die Verwaltung Schleswig-Holsteins.
1866 21. 6. 26. 7. Deutscher Krieg.
  3. 7. Schlacht von Königgrätz/Sadowa.
  23. 8. Friede von Prag: Auflösung des Deutschen Bundes, Anerkennung der Führungsstellung Preußens in Deutschland.
  3. 9. Annahme der Indemnitätsvorlage durch das preußische Abgeordnetenhaus, Beilegung des Verfassungskonflikts.
  17. 11. Gründung der Nationalliberalen Partei.
1867 12. 2. Wahlen zum Konstituierenden Reichstag des Norddeutschen Bundes.
  12. 6. Österreichisch-ungarischer Ausgleich.
  21. 12. "Dezembergesetze" in Österreich, Beginn einer liberalen Ära.
1869 7. 9. 8. Gründung der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei in Eisenach unter Führung von August Bebel und Wilhelm Liebknecht.
1870 13. 7. Emser Depesche.
  18. 7. Verkündung des Dogmas von der päpstlichen Unfehlbarkeit durch das I. Vatikanische Konzil.
  19. 7. Kriegserklärung Frankreichs an Preußen.
  2. 9. Kapitulation einer französischen Armee bei Sedan und Gefangennahme Kaiser Napoleons III.
  19. 9. Beginn der Belagerung von Paris.
1871 18. 1. Proklamation des Deutschen Kaiserreiches in Versailles.
  10. 5. Friede von Frankfurt am Main: Abtretung Elsaß-Lothringens an Deutschland und Zahlung einer Kriegsentschädigung von 5 Mrd. Francs. Beginn des Kulturkampfes in Preußen und im Deutschen Reich.
1873 9. 5. Börsenkrach in Wien, Beginn der Phase der "Großen Depression".
  22. 10. Dreikaiserabkommen zwischen Österreich-Ungarn, Rußland und dem Deutschen Reich.
1875 April/Mai "Krieg-in-Sicht"-Krise.
  22. 27. 5. Lassalleaner und Marxisten vereinigen sich in Gotha zur "Sozialistischen Arbeiterpartei".
1876 15. 2. Gründung des Centralverbandes deutscher Industrieller.
1878   Kaiser Wilhelm I. wird bei einem Attentat schwer verwundet.
  13. 6. 13. 7. Berliner Kongreß.
  18. 10. Verabschiedung des Sozialistengesetzes durch den Reichstag.
1879 12. 7. Verabschiedung der Schutzzollgesetze durch den Reichstag.
  7. 10. Zweibund zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn.
1880 14. 7. Mit einem ersten Milderungsgesetz beginnt in Deutschland der Abbau des Kulturkampfes.
1883 15. 6. Annahme des Krankenversicherungsgesetzes im Deutschen Reichstag.
1884 27. 6. Einführung der Unfallpflichtversicherung in Deutschland.
1885   Erwerbung deutscher Kolonien in Südwestafrika, Togo und Kamerun. Erwerb Deutsch-Ostafrikas.
1887 18. 6. Abschluß des sog. Rückversicherungsvertrages zwischen Rußland und dem Deutschen Reich.
1888 9. 3. Tod Kaiser Wilhelms l., Thronbesteigung seines todkranken Sohnes Friedrich III.
  15. 6. Tod Friedrichs III., Thronbesteigung seines ältesten Sohnes Wilhelm II.
1890 25. 1. Der Reichstag lehnt eine Verlängerung des Sozialistengesetzes ab; es läuft am 30. 9. 1890 aus.
  20. 3. Entlassung Bismarcks als Reichskanzler und preußischer Ministerpräsident; unter seinem Nachfolger General Leo von Caprivi "Neuer Kurs" in der Sozial- und Zollpolitik.
  27. 3. Nichtverlängerung des deutsch-russischen Rückversicherungsvertrages.
  1. 7. Helgoland-Sansibar-Vertrag, Ausgleich der deutsch-britischen Kolonialinteressen.
1891 1. 7. Gründung des Alldeutschen Verbandes in Berlin.
1893 18. 2. Gründung des Bundes der Landwirte als Organisation des ostelbischen Großgrundbesitzes.
1894 26. 10. Im Zusammenhang mit der "Umsturzvorlage" gegen die SPD Entlassung von Reichskanzler Caprivi, Nachfolger Chlodwig Fürst zu Hohenlohe-Schillingsfürst.
1895 21. 6. Eröffnung des Kaiser-Wilhelm-Kanals (Nord-Ostseekanal).
1896 1. 7. Billigung des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) durch den Reichstag, es tritt am 1. 1. 1900 in Kraft.


1900 17. 10. Als Nachfolger des zurückgetretenen Fürst Hohenlohe wird der Staatssekretär des Äußeren, Bülow, neuer Reichskanzler.
1905/1906   Erste Marokkokrise zwischen Frankreich und dem Deutschen Reich.
1906 Okt./Nov. Daily-Telegraph-Affäre, Stärkung der Stellung des Reichstags.
1909 14. 7. Als Nachfolger des zurückgetretenen Reichskanzlers Bülow wird Theobald von Bethmann Hollweg neuer Regierungschef.
1911   Zweite Marokkokrise.
1912 12. 1. Bei den Reichstagswahlen werden die Sozialdemokraten erstmals auch nach Sitzen zur stärksten Partei.
1914 28. 6. Ermordung des österreichischen Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand durch serbische Nationalisten in Sarajewo.
  28. 7. Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien.
  30. 7. Russische Generalmobilmachung.
  1. 8. Deutsche Mobilmachung und Kriegserklärung an Rußland.
  3. 8. Deutsche Kriegserklärung an Frankreich.
  4. 8. Großbritannien beantwortet die Verletzung der belgischen Neutralität durch deutsche Truppen mit der Kriegserklärung an das Deutsche Reich.
  4. 8. Bewilligung der Kriegskredite im Reichstag durch alle Parteien einschließlich der SPD.
  26. 31. 8. Schlacht bei Tannenberg, Vernichtung der 2. russischen Armee.
1916 21. 2. Juli Schlacht um Verdun.
  29. 8. Übernahme der obersten Heeresleitung durch von Hindenburg und Ludendorff.
1917 9. 1. Beschluß über den uneingeschränkten U-Boot-Krieg im deutschen Hauptquartier.
  8. 3. Ausbruch der Revolution in Rußland, Abdankung von Zar Nikolaus II.
  6. 4. Kriegserklärung der USA an das Deutsche Reich.
  6. 8. 4. Gründungsparteitag der Unabhängigen Sozialdemokratischen Partei in Gotha.
  14. 7. Entlassung von Reichskanzler Bethmann Hollweg auf Drängen der Obersten Heeresleitung.
  19. 7. Verabschiedung der sog. Friedensresolution im Reichstag mit der Forderung nach einem Verständigungsfrieden, Bildung des Interfraktionellen Ausschusses aus Zentrum, SPD und Linksliberalen.
  6./7. 11. Oktoberrevolution in Rußland, Putsch der Bolschewisten
  15. 12. Waffenstillstand zwischen Rußland und dem Deutschen Reich.
1918 28. 1. Massenstreiks in Berlin und anderen deutschen Großstädten.
  3. 3. Frieden von Brest-Litowsk.
  29. 9. Ultimative Forderung der Obersten Heeresleitung nach einem Waffenstillstandsangebot.
  3. 10. Bildung einer neuen Reichsregierung unter Prinz Max von Baden, in die auch Vertreter der Mehrheitsparteien eintreten.
  24. 28. 10. Verfassungsreform, Parlamentarisierung der Reichsexekutive.
  28. 10. Beginn der Meuterei der deutschen Hochseeflotte.
  3. 4. 11. Matrosenaufstand in Kiel.
  6. 8. 11. Übergreifen der revolutionären Bewegung auf das übrige Reich.
  9. 11. Ausrufung der Republik durch den Sozialdemokraten Scheidemann.
  10. 11. Bildung des Rats der Volksbeauftragten aus SPD und USPD.
  15. 11. Stinnes-Legien-Abkommen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern.
  16. 20. 12. Reichskongreß der Arbeiter- und Soldatenräte in Berlin
  23.12. Meuterei der Volksmarinedivision in Berlin.
  29. 12. Austritt der USPD-Vertreter aus dem Rat der Volksbeauftragten.
  31. 12. Gründung der KPD.
1919 5. 12. 1. Spartakus-Aufstand in Berlin.
  15. 1. Ermordung von Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht
  19. 1. Wahl zur Nationalversammlung.
  11. 2. Der Sozialdemokrat Friedrich Ebert wird von der Nationalversammlung in Weimar zum Reichspräsidenten gewählt.
  13. 2. Bildung der Regierung Scheidemann, Weimarer Koalition aus SPD, Zentrum und DDP.
1919 1. 3. 5. Niederwerfung der Münchener Räterepublik.
  16. 6. Ultimatum an die deutsche Regierung zur Annahme des Friedensvertrages.
  28. 6. Unterzeichnung des Versailler Vertrages.
  11. 8. Verkündung der Weimarer Reichsverfassung.
1920 13. -17. 3. Kapp-Lüttwitz-Putsch in Berlin.
  März/April Kommunistische Aufstände im Ruhrgebiet und in Mitteldeutschland.
  6. 6. Reichstagswahl; die Parteien der Weimarer Koalition verlieren die Mehrheit.
1921 20. 3. Volksabstimmung in Oberschlesien.
  26. 8. Ermordung des Zentrumspolitikers Erzberger durch Rechtsradikale.
1922 16. 4. Vertrag von Rapallo zwischen der UdSSR und dem Deutschen Reich.
  24. 6. Ermordung von Reichsaußenminister Rathenau durch rechtsradikale Attentäter.
1923 11. 1. Besetzung des Ruhrgebiets durch französische und belgische Truppen.
  13. 1. Verkündung des passiven Widerstands gegen die Ruhrbesetzung.
  26. 9. Abbruch des Ruhrkampfes durch die Regierung Stresemann, Verhängung des Ausnahmezustandes in Bayern, die von der Reichsregierung mit dem Ausnahmezustand für das Reich beantwortet wird.
  19. 10.-18. 2. 24 Konflikt zwischen Bayern und dem Reich.
  22./23. 10. Kommunistischer Aufstandsversuch in Hamburg.
  29. 10. Reichsexekution gegen die sächsische SPD/KPD-Landesregierung.
  8./9. 11. Hitler-Putsch in München.
  15. 11. Neue Währung, Ende der Inflation.
  23. 11. Sturz der Regierung Stresemann.
1924 Juli/August Annahme des Dawes-Plans durch die Londoner Reparationskonferenz und durch den Reichstag.
  7. 12. Reichstagswahl: Gewinne der SPD und der bürgerlichen Mitte, Beginn einer relativen Stabilisierung der Weimarer Republik.
1925 28. 2. Tod von Reichspräsident Ebert, Wahl Generalfeldmarschall von Hindenburgs zu seinem Nachfolger.
  1. 12. Unterzeichnung der Locarno-Verträge.
1926 24. 4. Unterzeichnung des Freundschafts- und Neutralitätsvertrages mit der Sowjetunion in Berlin.
  10. 9. Eintritt Deutschlands in den Völkerbund.
  28. 6. Bildung einer Großen Koalition aus SPD, Zentrum, DDP und DVP unter dem sozialdemokratischen Kanzler Müller.
1929 7. 6. Youngplan zur endgültigen Regelung des Reparationsproblems.
  3. 10. Tod von Reichsaußenminister Stresemann.
  25. 10. "Schwarzer Freitag" in New York, Beginn der Weltwirtschaftskrise.
1930 27. 3. Sturz der Regierung Müller über die Finanzierung der Arbeitslosenversicherung.
  30. 3. Ernennung des Zentrumspolitikers Brüning zum Kanzler einer Minderheitsregierung.
  30. 6. Vorzeitige Räumung des Rheinlands durch die französischen Truppen.
  16. 7. Erste Notverordnung des Reichspräsidenten zur "Sicherung von Wirtschaft und Finanzen".
  14. 9. Reichstagswahl: Erdrutsch zugunsten der NSDAP.
1931 11. 10. Bildung der Harzburger Front aus NSDAP, DNVP und Stahlhelm.
1932 10. 4. Wiederwahl von Reichspräsident von Hindenburg.
  30. 5. Rücktritt der Regierung Brüning.
  1. 6. Bildung eines Rechtskabinetts unter Franz von Papen
  20. 7. Reichsexekution gegen Preußen, Absetzung der sozialdemokratisch geführten Landesregierung.
  31. 7. Reichstagswahl: Aufstieg der NSDAP zur stärksten Fraktion.
  6. 11. Erneute Reichstagswahl: Rückgang der Nationalsozialisten.
  17. 11. Rücktritt des Kabinetts von Papen.
  3. 12. Ernennung General von Schleichers zum Reichskanzler.
1933 28. 1. Rücktritt von Reichskanzler von Schleicher.
  30. 1. Ernennung Hitlers zum Reichskanzler.
  27. 2. Reichstagsbrand.
  28. 2. "Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutz von Volk und Staat".
  5. 3. Reichstagswahl, Mehrheit für die NSDAP und die mit ihr koalierende DNVP.
  23. 3. Annahme des Ermächtigungsgesetzes durch den Reichstag gegen die Stimmen der SPD.
  31. 3. Erstes Gesetz zur Gleichschaltung der Länder.
  1. 4. Organisierter Boykott jüdischer Geschäfte.
  7. 4. Zweites Gesetz zur Gleichschaltung der Länder.
  2. 5. Auflösung der Gewerkschaften.
  Juni/Juli Auflösung aller Parteien mit Ausnahme der NSDAP.
  20.7. Konkordat zwischen dem Deutschen Reich und dem Vatikan.
  14. 10. Austritt Deutschlands aus dem Völkerbund.
1934 30. 6. "Röhm-Putsch", Ausschaltung der SA-Führung, Ermordung General von Schleichers.
  2. 8. Tod von Hindenburgs, Vereidigung der Wehrmacht auf den "Führer und Reichskanzler" Hitler.
1935 13. 1. Volksabstimmung im Saargebiet über die Rückführung ins Reich.
  16.3. Wiedereinführung der allgemeinen Wehrpflicht.
1935 15. 9. "Nürnberger Gesetze", Entrechtung der jüdischen Bevölkerung.
1936 7.3. Einmarsch deutscher Truppen in das entmilitarisierte Rheinland.
  1. 8. Eröffnung der Olympischen Spiele in Berlin.
  25. 10. Deutsch-italienischer Vertrag, "Achse Berlin-Rom".
  25. 11. Antikominternpakt zwischen Deutschland und Japan.
1938 12. 3. Einmarsch deutscher Truppen in Österreich.
  29. 9. Münchener Abkommen über die Abtretung der sudetendeutschen Gebiete an das Deutsche Reich.
  9. 11. "Reichskristallnacht", organisierte Ausschreitungen gegen die deutschen Juden.
1939 15. 3. Einmarsch deutscher Truppen in die Tschechoslowakei, Bildung des Reichsprotektorats Böhmen und Mähren.
  23. 3. Rückgabe des Memelgebietes an das Deutsche Reich.
  23. 8. Abschluß des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspaktes.
  1. 9. Beginn des deutschen Angriffs auf Polen.
  3. 9. Kriegserklärung Großbritanniens und Frankreichs an das Deutsche Reich.
1940 9. 4. Besetzung Dänemarks, Invasion in Norwegen.
  10. 5. Deutscher Angriff auf Belgien, die Niederlande, Luxemburg und Frankreich.
  22. 6. Unterzeichnung des deutsch-französischen Waffenstillstands in Compiègne.
1941 22. 6. Angriff gegen die Sowjetunion.
  11. 12. Kriegserklärung Deutschlands an die USA.
1942 20. 1. "Wannsee-Konferenz", Ankündigung der ,,Endlösung der Judenfrage".
1943 14. 25. 1. Konferenz von Casablanca zwischen Roosevelt und Churchill, Forderung nach "bedingungsloser Kapitulation".
  31. 1. 2.2. Kapitulation der 6. Deutschen Armee in Stalingrad.
1944 6. 6. Alliierte Landung in Nordwestfrankreich.
  20. 7. Attentat von Stauffenbergs auf Hitler, Staatsstreichversuch in Berlin und Paris.
1945 4. 11. 2. Konferenz von Jalta.
  12. 4. Tod des amerikanischen Präsidenten Roosevelt.
  25. 4. Zusammentreffen amerikanischer und sowjetischer Truppen bei Torgau an der Elbe.
  30. 4. Selbstmord Hitlers.
  7. 9. 5. Unterzeichnung der deutschen Kapitulation in Reims und Berlin-Karlshorst.
  10. 6. Befehl Nr. 2 der SMAD, Zulassung von Parteien und Gewerkschaften.
  11. 6. 5. 7. Gründung von KPD, SPD, CDU und LDP in Berlin.
  1. 4. 7. Rückzug der britischen und amerikanischen Truppen aus Sachsen, Thüringen und Mecklenburg, Einmarsch westlicher Truppen in Berlin.
  17. 7. 2. 8. Potsdamer Konferenz.
  Aug./Sept. Beginn der Parteizulassung in den westlichen Besatzungszonen.


1946 20./27. 1. Erste Gemeindewahlen in der amerikanischen Zone.
  21./22. 4. Vereinigung von KPD und SPD zur SED in der SBZ und Ost-Berlin.
  6. 9. Rede von US-Außenminister Byrnes in Stuttgart.
  1. 10. Verkündung der Urteile im Nürnberger Hauptkriegsverbrecherprozeß.
  2. 12. Washingtoner Abkommen über die wirtschaftliche Zusammenlegung der britischen und amerikanischen Zone.
1947 25. 2. Formelle Auflösung des Landes Preußen durch den Kontrollrat.
  10. 3. 24. 4. Moskauer Außenministerkonferenz der vier Siegermächte.
  5. 6. Ankündigung eines wirtschaftlichen Wiederaufbauprogramms für Europa durch US-Außenminister Marshall.
  6./7. 6. Münchener Ministerpräsidentenkonferenz.
  10. 6. Konstituierung des Wirtschaftsrates der Bizone in Frankfurt am Main.
  25. 11. - 12. 12. Londoner Außenministerkonferenz der vier Siegermächte.
1948 23. 2. - 6. 3. u. 20. 4. - 2. 6. Sechsmächtekonferenz in London, Verabschiedung der Londoner Empfehlungen über die Gründung eines westdeutschen Staates.
  20. 3. Letzte Sitzung des Alliierten Kontrollrats.
  20./21. 6. Währungsreform in den Westzonen.
  24. 6. Beginn der Berliner Blockade.
  1.7. Übergabe der "Frankfurter Dokumente" an die westdeutschen Ministerpräsidenten.
  10. 23. 8. Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee.
  1. 9. Konstituierung des Parlamentarischen Rates in Bonn.
1949 4. 5. Jessup-Malik-Abkommen über die Aufhebung der Berliner Blockade am 1 2. 5.
  23. 5. Verkündung des Grundgesetzes für die Bundesrepublik Deutschland.
  14. 8. Wahl zum ersten Deutschen Bundestag.
  7. 9. Konstituierende Sitzung des Deutschen Bundestages.
  12. 9. Wahl von Theodor Heuss (FDP) zum Bundespräsidenten.
  15. 9. Wahl von Konrad Adenauer (CDU) zum Bundeskanzler.
  21. 9. Inkrafttreten des Besatzungsstatuts.
1949 7. 10. Konstituierung der Deutschen Demokratischen Republik.
  22. 11. Petersberger Abkommen über die Beendigung der Demontagen.
1950 16. 1. Aufhebung der Lebensmittelrationierung in der Bundesrepublik.
  15. 6. Bundestagsbeschluß über den Beitritt der Bundesrepublik zum Europarat.
  25. 6. Beginn des Korea-Krieges.
1951 10. 4. Verabschiedung des Gesetzes über die paritätische Mitbestimmung in der Montanindustrie durch den Bundestag.
  18. 4. Unterzeichnung des Montanunion-Vertrages in Paris.
1952 26. 5. Unterzeichnung des Deutschland-Vertrages in Bonn.
  27. 5. Unterzeichnung des Vertrages über die Europäische Verteidigungsgemeinschaft (EVG) in Paris.
  10. 9. Unterzeichnung des Wiedergutmachungsabkommens zwischen Israel und der Bundesrepublik.
1953 5. 3. Tod Stalins.
  17. 6. Aufstand in Ost-Berlin und der DDR.
  27. 7. Waffenstillstand in Korea.
1954 23. 10. Unterzeichnung der Pariser Verträge über den NATO-Beitritt der Bundesrepublik und die deutsche Wiederbewaffnung nach der Ablehnung des EVG-Vertrages in der französischen Nationalversammlung.
1955 5. 5. Inkrafttreten der Pariser Verträge, Souveränität der Bundesrepublik.
  14. 5. Gründung des Warschauer Paktes unter Einschluß der DDR.
  9. 13.9. Besuch von Bundeskanzler Adenauer in Moskau.
  23. 10. Volksabstimmung im Saargebiet, Ablehnung einer Europäisierung.
1956 20. 2./23. 2. Sturz der Regierung Arnold in Nordrhein-Westfalen durch die FDP, Spaltung der FDP-Bundestagsfraktion, Austritt der FDP aus der Bundesregierung.
1957 1. 1. Eingliederung des Saarlandes in die Bundesrepublik.
  22. 1. Verabschiedung des Rentenreformgesetzes durch den Bundestag.
  25. 3. Unterzeichnung der Verträge über die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft in Rom
  15. 9. Bundestagswahl, absolute Mehrheit für die CDU/CSU.
1958 27. 11. "Berlin-Ultimatum" der Sowjetunion.
1959 1.7. Wahl von Heinrich Lübke zum Bundespräsidenten.
  13.-15.11. Godesberger Bundesparteitag der SPD, Verabschiedung eines neuen Grundsatzprogramms.
1960 30.6. Bundestagsrede von Herbert Wehner, Bekenntnis der SPD zu Wiederbewaffnung und Westintegration.
1961 13.8. Bau der Berliner Mauer.
1962 14.-28.10. Kuba-Krise.
  Okt./Nov. Spiegel-Affäre, Rücktritt von Bundesverteidigungsminister Strauß.
1963 22.1. Unterzeichnung des deutsch-französischen Freundschaftsvertrages in Paris.
  15./16.10. Rücktritt von Bundeskanzler Adenauer, Wahl von Wirtschaftsminister Erhard zu seinem Nachfolger.
  17.12. 1. Passierscheinabkommen zwischen der DDR und dem West-Berliner Senat.
1966 27.10. Rücktritt der FDP-Minister aus dem Kabinett Erhard.
  1. 12. Bildung einer Großen Koalition aus CDU/CSU und SPD unter Bundeskanzler Kiesinger.
1967 31. 1. Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen der Bundesrepublik und Rumänien, Lockerung der Hallstein-Doktrin.
  14.2. Konstituierung der "Konzertierten Aktion" unter Vorsitz von Wirtschaftsminister Schiller.
  8. 6. Verabschiedung des Stabilitätsgesetzes durch den Bundestag.
1968 11. 4.-17.4. Attentat auf den Studentenführer Dutschke, "Osterunruhen" in Berlin und anderen Städten der Bundesrepublik.
  30. 5. Verabschiedung der Notstandsgesetze durch den Bundestag.
  21. 8. Einmarsch von Truppen des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei.
1969 5. 3. Wahl von Gustav Heinemann (SPD) zum Bundespräsidenten.
  28. 9. Bundestagswahl, erhebliche Stimmengewinne der SPD.
  21./22. 10. Wahl des SPD-Vorsitzenden Brandt zum Bundeskanzler, Bildung einer SPD/FDP-Bundesregierung.
  28. 11. Unterzeichnung des Atomwaffensperrvertrages durch die Bundesrepublik.
1970 19. 3. Treffen zwischen dem DDR-Ministerratsvorsitzenden Stoph und Bundeskanzler Brandt in Erfurt.
  21. 5. Gegenbesuch von Stoph in Kassel.
  12. 8. Unterzeichnung des deutsch-sowjetischen Gewaltverzichts-Vertrages in Moskau.
  7. 12. Unterzeichnung des deutsch-polnischen Vertrages in Warschau.
1971 3. 9. Unterzeichnung des Vier-Mächte-Abkommens über Berlin.
  10. 12. Verleihung des Friedensnobelpreises an Bundeskanzler Brandt.
1972 27. 4. Scheitern des konstruktiven Mißtrauensvotums der CDU/CSU-Fraktion gegen Bundeskanzler Brandt.
  17. 5. Ratifizierung des Moskauer und des Warschauer Vertrages durch den Bundestag.
  19. 11. Bundestagswahl: SPD und FDP gewinnen eine deutliche Mehrheit.
  21. 12. Unterzeichnung des Grundvertrages zwischen der DDR und der Bundesrepublik in Ost-Berlin.
1973 8. 9. Aufnahme der Bundesrepublik und der DDR in die Vereinten Nationen.
  Oktober Beginn einer weltweiten Ölkrise, Lieferbeschränkungen und Preiserhöhungen der arabischen Ölländer.
1974 6. 5. Rücktritt von Bundeskanzler Brandt.
  15. 5. Wahl von Außenminister Scheel (FDP) zum Bundespräsidenten.
1974 16./17. 5. Wahl von Finanzminister Schmidt (SPD) zum Bundeskanzler, Erneuerung der SPD/FDP-Koalition.
1975 1. 8. Unterzeichnung der KSZE-Schlußakte in Helsinki.
1976 3. 10. Bundestagswahl: Die sozialliberale Koalition kann sich knapp behaupten.
1977 7. 4. Ermordung von Generalbundesanwalt Buback.
  30. 7. Ermordung des Bankiers Ponto.
  5. 9. 19. 10. Entführung und Ermordung von Arbeitgeberpräsident Schleyer, Entführung einer Lufthansa-Maschine, Befreiung der Geiseln in Mogadischu, Selbstmord der Terroristen Baader, Ensslin und Raspe.
1978 16./17. 7. Weltwirtschaftsgipfel der sieben wichtigsten westlichen Industriestaaten in Bonn.
1979 23. 5. Wahl von Bundestagspräsident Carstens (CDU) zum Bundespräsidenten.
  7. 10. 6. Erste Direktwahl zum Europäischen Parlament.
  12. 12. Nachrüstungsbeschluß des NATO-Ministerrates.
1980 30. 6./1. 7. Moskau-Besuch von Bundeskanzler Schmidt.
  5. 10. Bundestagswahl: SPD und FDP können ihre Mehrheit verstärken.
1981 11. 13.2. Besuch von Bundeskanzler Schmidt in der DDR.
  10. 10. Friedensdemonstration in Bonn.
1982 17. 9. Bruch der Sozialliberalen Koalition, Rücktritt der FDP-Minister.
  1. 10. Ablösung von Bundeskanzler Schmidt und der SPD-Minderheitsregierung durch eine CDU/CSU/FDP-Koalition unter Bundeskanzler Kohl.
1983 7. 1. Bundespräsident Karl Carstens löst gemäß Artikel 68 des Grundgesetzes den Deutschen Bundestag auf und setzt Neuwahlen für den 6. März fest.
  6. 3. Bundestagswahl: CDU/CSU und FDP erhalten mit zusammen 55% der Zweitstimmen die absolute Mehrheit der Mandate und können ihre Koalition fortsetzen. Mit den Grünen, die 28 Mandate erhalten, zieht eine neue Fraktion in den Bundestag ein.
  29. 3. Der Deutsche Bundestag wählt Helmut Kohl erneut zum Bundeskanzler.
1984 23.5. Wahl des Berliner Regierenden Bürgermeisters Richard von Weizsäcker zum Bundespräsidenten.
1985 4.5. Weltwirtschaftsgipfel in Bonn.
1987 25.1. Bundestagswahl: Bestätigung der CDU/CSU/FDP-Koalition
  11.3. Der Deutsche Bundestag wählt Helmut Kohl zum dritten Mal zum Bundeskanzler.

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