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150 Jahre Burschenschaften in Österreich
Buch: "150 Jahre Burschenschaften in Österreich" - Herausgeber: Dr. Martin Graf
Dieser Sammelband spannt einen Bogen von den Anfängen der burschenschaftlichen Bewegung bis in die heutige Zeit. Er geht dabei über eine bloß geschichtliche Abhandlung weit hinaus und widmet sich etwa auch den wichtigsten Symbolen der Burschenschaft. Die Farben Schwarz-Rot-Gold trugen die Burschenschafter schon vor fast 200 Jahren voran, noch lange bevor sie auch zu den Farben Deutschlands und der heutigen Bundesrepublik wurden. Weitere wichtige Kapital beschäftigen sich mit der Mensur, dem studentischen Zweikampf, der sich aus dem Duell heraus entwickelte und das damit verbundene Unwesen zugunsten eines reglementierten Fechtens ablöste, durch das der Burschenschafter seine Verbundenheit mit der Gemeinschaft und ihren Idealen eindrucksvoll unterstreicht.
In der jüngeren Vergangenheit war und ist die Südtirol-Politik immer noch eines der wesentlichen Anliegen. Ein weiteres Feld ist die freiheitliche Hochschulpolitik, in der die Burschenschafter den Ton angeben.
Student sein, wenn die Hiebe fallen …
Andreas Hochwimmer, »Student sein, wenn die Hiebe fallen …« – Mensur und Strafrecht. 520 Seiten, Format 14,8 × 21 cm, Paperback.
Mit dem vorliegenden Werk, welches im Jahr 2008 an der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Salzburg als Dissertation eingereicht und von beiden Gutachtern mit der Bestnote »Sehr gut« beurteilt wurde, ist die Frage der strafrechtlichen Relevanz der studentischen Schlägermensur in Österreich erstmals Thema einer monographisch-wissenschaftlichen Abhandlung.
Im Gegensatz zur herrschenden, jedoch zu zahlreichen dogmatischen Problemen führenden Ansicht, die Mensur bzw. die im Zuge ihrer Austragung beigebrachten Körperverletzungen ausschließlich unter dem Aspekt des Rechtfertigungsgrundes der Einwilligung der Paukanten zu beurteilen, setzt der Autor bereits auf der Ebene des Tatbestandes, nämlich bei der objektiven Zurechnung des Erfolgs und hier wiederum der Sozialadäquanz, an.
Wilde Jahre - Roman eines Waffenstudenten
"Das vorliegende Buch präsentiert sich als durchaus politisches - jedoch nicht nur. Eingebettet in die historischen und gesellschaftlichen Entwicklungen der sechziger und siebziger Jahre erleben wir das Schicksal eines jungen Studenten der Nachkriegsgeneration.
Aufgewachsen in einem sozialistischen Elternhaus der "red canyons" des inneren Salzkammergutes als Sohn eines Überlebenden von Auschwitz, führt ihn sein Weg aus der muffigen Enge der kleinstädtischen Mittelschulzeit an die Alma Mater Carola Francisca Graecensis.Der zunächst von revolutionären Ikonen wie dem "Che" und der RAF begeisterte Mediziner erlebt die linksintellektuelle postachtundsechziger Kultur mit ihren facettenreichen Studentenfraktionen und Basisgruppen, entwickelt sich aber angesichts der unübersehbaren Degeneration des Sozialismus zum Querdenker und schließlich zum Kritiker sozialistischer Systeme.
Unter Brüdern
Martin Haidinger, Unter Brüdern. 230 Seiten, Format 14,5x20 cm, gebunden.
Er ist längst als eine der interessantesten Persönlichkeiten des zeitgenössischen Farbstudententums bekannt: Der Wiener Martin Haidinger, ein flotter Enddreißiger mit endzeitlichen Vorlieben: Schon als Zwanzigjähriger legte er 1989 seine couleurstudentische Karl-Kraus-Parodie »Die letzten Schlucke der Menschheit« vor, die zum Besten gehört, was im Bereich der studentischen Satire jemals vorgelegt wurde.
Erzogen in der couleurstudentisch hochprofilierten Wiener MKV-Verbindung Borussia, wurde sein angeborenes scharfes Denkvermögen dort mit einer gehörigen Portion von Angriffslust vermengt – nicht umsonst war er zeitweise Chefredakteur des seit gut 50 Jahren berühmt-berüchtigten »Borussen-Echos« – und ließ einen korporativen Lebenskünstler heranwachsen, gemütlich und scharfzüngig, geistvoll und trinkfest, genießerisch und sensibel, kurz: eine ebenso anregende wie aufregende Mischung aus Peter Altenberg und Blaurotem Methusalem.
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