Hauptmenü und Login

Inhalt

Aufruf der Rosa Antifa Wien

PDFDruckenE-Mail

Beitragsseiten
Aufruf der Rosa Antifa Wien
Raunzen für das Reich
Zerschlagt alle Männerbünde!
Also raus auf die Straße!
Alle Seiten

Katzenmusik statt Jammerbarden!
Für den 26. Jänner 2008 lädt die deutsch-nationale Burschenschaft Olympia - zu deren "Alten Herren" unter anderem FPÖ Politiker wie Martin Graf zählen - zum "nationalen Liederabend" mit dem NPD-Barden Jörg Hähnel.

Sogar innerhalb des rechtsextremen Dachverbandes "Deutsche Burschenschaften" gilt die Wiener Burschenschaft Olympia noch als Rechts-Außen. Im Dezember 1961 wurde sie vor dem Hintergrund neonazistischer Aktivitäten vom Innenministerium aufgelöst, wurde aber 1973 als Akademische Tafelrunde Olympia wieder gegründet. Die Olympia war in den 60er-Jahren unter anderem über den - von den Olympen heute noch ganz offen als "hervorragend" verehrten - Norbert Burger maßgeblich in den Südtirol-Terror verwickelt. Deutschnationale Burschenschafter waren auch sonst immer vorne dabei, wenn es zu gewalttätigen Ausschreitungen, vor allem auf den Universitäten kam. Am 31. März 1965 wurde der Antifaschist Ernst Kirchweger vom Olympen Ernst Kümel im Zuge der Proteste gegen den Naziprofessor Borodajkewycz erschlagen. In den 70er Jahren waren Burschenschafter an den Ausschreitungen der Aktion Neue Rechte (ANR) - diese wurde später verboten - beteiligt.

Schon des öfteren war die Bude der Burschenschaft Olympia Ort für einschlägig rechtsextreme Veranstaltungen: So gab es im Mai 1998 ein Seminar zu Julius Evola, der die SS als eine biologische und heldische Elite pries. Als Referent trat Martin Schwarz auf, der sich als Autor in diversen rechtsextremen Publikationen wie z.B. in der vom deutschen Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuften Zeitschrift "Nation und Europa" betätigte. Auch Holocaust-Leugner David Irving - er bestritt wiederholt die Existenz von Gaskammern im deutschen Vernichtungslager Auschwitz - sollte einen Vortrag in der Bude der Olympen halten. Zu diesem Vortrag kam es nicht, Irving wurde auf dem Weg dorthin verhaftet.

Aber was ein echter Olympe ist, lauscht nicht nur revisionistischen Vorträgen, oder haut sich die Säbel ins Gesicht, auch für das deutsche Ohr (soweit unversehrt) wird gesorgt - so finden sich immer wieder bekannte Neonazi-Barden in der Bude zu bierseligen "Nationalen Liederabend" ein. Zu den auftretenden "Barden" zählten unter anderem Frank Rennicke, der bis zum Verbot (1994) Mitglied der Wiking-Jugend war, oder Michael Müller, der bei JN und NPD Veranstaltungen in Abwandlung eines Liedes von Udo Jürgens ein Lied mit folgenden Strophen vorgetragen hat: "Mit 6 Millionen Juden, da fängt der Spaß erst an, bis 6 Millionen Juden, da ist der Ofen an.(...), (...) wir haben reichlich Zyklon B.(...), (...) bei 6 Millionen Juden, ist noch lange nicht Schluss."